Notfälle

Die­se Not­fäl­le erfor­dern eine sofor­ti­ge Vor­stel­lung beim Augen­arzt / in der Klinik:

a) Riesenzellarteritis (Arteritis temporalis)

Wie macht es sich bemerkbar?
Kopf­schmerz im Bereich der Schlä­fen, Schmer­zen beim Kau­en oder Haa­re­käm­men, Seh­ver­schlech­te­rung, (Gelenk­be­schwer­den)

Kli­ni­sche Zeichen:
Schlä­fen­ar­te­ri­en schmerz­haft ver­dickt mit schwa­chem Puls

Wer ist betroffen?
Über­wie­gend Frau­en ab dem 50. Lebensjahr.

Die Rie­sen­zell­arteri­tis kann unbe­han­delt bin­nen kür­zes­ter Zeit zu einem nicht mehr umkehr­ba­ren Ver­lust des Seh­ver­mö­gens bei­der Augen füh­ren. Sie gilt als augen­ärzt­li­cher Not­fall und muss sofort (am Wochen­en­de / Fei­er­abend in einer Kli­nik) unter­sucht / behan­delt wer­den. Jede Minu­te zählt.


b) Der Schlaganfall im Auge / Gehirn

Tran­si­to­risch ischä­mi­sche Atta­cke, Ver­schluß der Zen­tral­arte­rie / der hirn­ver­sor­gen­den Arte­ri­en, vor­de­re ischä­mi­sche Opti­kus­neu­ro­pa­thie (AION)

Wie macht es sich bemerkbar?
Minu­ten­lan­ge bis dau­er­haf­te akut ein­set­zen­de mas­si­ve Seh­ver­schlech­te­rung, oft früh­mor­gens nach dem Auf­wa­chen bemerkt, manch­mal ein­her­ge­hend mit Sprach­stö­rung, Dop­pel­bil­dern, Gesichts­feld­aus­fall, Miß­emp­fin­dun­gen oder nach­las­sen­der Kraft.

Wer ist betroffen?
Frau­en / Män­ner höhe­ren Lebens­al­ters, mit Vor­schä­di­gun­gen an Gefä­ßen des Her­zens oder des Hal­ses, Herzrhythmusstörungen

Der Schlag­an­fall des Auges / Gehirns ist ein Not­fall, der der sofor­ti­gen Abklä­rung in einer Kli­nik (stro­ke-unit einer neu­ro­lo­gi­schen Abtei­lung) bedarf. Inner­halb eines Inter­valls von 6 Stun­den nach Gefäß­ver­schluß besteht noch die Chan­ce einer Gefäßer­öff­nung; die Zeit läuft.


c) Aufsplitterung der hirnversorgenden Arterie
= Dissektion der Carotis interna und ihrer Äste

Wie macht es sich bemerkbar?
Ein­schies­sen­der Kopf­schmerz, kom­bi­niert mit akut hän­gen­dem Augen­lid, bei Abdun­ke­lung klei­ne­rer Pupil­le auf dem betrof­fen­den Auge, Über­wär­mung der Gesichts­hälf­te der betrof­fe­nen Seite.

Wer ist betroffen?
gene­tisch dis­po­nier­te Pati­en­ten, Pat mit Stau­chungs­ver­let­zun­gen im Bereich des Hal­ses (Sicher­heits­gurt. Sport).

Ähn­li­che Sym­pto­me sind auch bei (fort­ge­lei­te­ten) Ent­zün­dun­gen / Raum­for­de­run­gen im Bereich der Schä­del­ba­sis und der Neben­höh­len bekannt.

Die­se Sym­pto­me erfor­dern eine drin­gen­de Abklä­rung mit Bild­ge­bung (MRT / CT) in einer Klinik

Nach Abklä­rung der Ursa­che kann der Pati­ent medi­zi­nisch-phar­ma­ko­lo­gisch, sel­te­ner inva­siv-chir­ur­gisch behan­delt werden.


d) Akut auftretendes Doppeltsehen

Wie macht es sich bemerkbar?
Neben-/ Über-/ oder Schräg­über­ein­an­der­ste­hen der Bild­ein­drü­cke, die abhän­gig von der Blick­rich­tung der Augen bei sta­bi­ler Kopf­hal­tung unter­schied­lich stark aus­ein­an­der wei­chen.
Das Dop­pelt­se­hen tritt nur beim Sehen mit bei­den Augen gleich­zei­tig auf.

Wer ist betroffen?
Alle Alters­grup­pen; bedingt durch Ent­zün­dung, Man­gel­durch­blu­tung oder Raumforderung.

Umge­hen­de Abklä­rung not­wen­dig, ins­be­son­de­re bei Erbre­chen ohne vor­an­ge­hen­de Übel­keit, Kopf­schmerz, Bewußt­s­einstrü­bung, nach­las­sen­der Kraft, Seh­ver­schlech­te­rung oder Gesichtsfeldeinschränkung.


e) Entzündung

Wie macht es sich bemerkbar?
Inner­halb kur­zer Zeit (Stun­den bis weni­ge Tage) zuneh­men­de Seh­ver­schlech­te­rung, Rötung, Schmer­zen, Licht­scheue, Blendempfindlichkeit

Wer ist betroffen?
Frau­en, Män­ner, Kin­der, alle Alters­grup­pen ein­schliess­lich Neugeborene

Mög­li­che Ursachen:

  • Vor­an­ge­gan­ge­ne Augen­ope­ra­ti­on in den ver­gan­ge­nen vier Wochen
  • Erre­ger, die von außen ins Auge gekom­men sind wie Fremd­kör­per, Bak­te­ri­en, Viren, Chla­my­di­en, Pilze
  • Erre­ger, die von innen kom­men (nach Darm-OP, Sep­sis (der Harn­we­ge, Herz­klap­pen), Immun­schwä­che (Her­pes, Zoster).

Je dra­ma­ti­scher der Ver­lauf, umso dring­li­cher die Not­wen­dig­keit einer Untersuchung.


f) Plötzlicher Augendruckanstieg

Wie macht es sich bemerkbar?
Sehen von far­bi­gen Rin­gen um Licht­quel­len, ins­be­son­de­re am Abend, ver­schwom­me­nes Sehen, nicht durch Blin­zeln ver­bes­ser­bar, Auge mas­siv gerö­tet, Pupil­le deut­lich gewei­tet im Sei­ten­ver­gleich, beim Sei­ten­ver­gleich ist das betrof­fe­ne Auge stein­hart (Betas­ten des Auges bei geschlos­se­nem Lid), Übel­keit und Erbrechen.

Wer ist betroffen?
Frau­en und Män­ner des höhe­ren Alters, oft stark weit­sich­tig in der Bril­len­kor­rek­ti­on (Plus­glä­ser, die die Augen grö­ßer erschei­nen lassen).

Bei recht­zei­ti­ger Dia­gno­se und Behand­lung (Augen­trop­fen, Tablet­ten, Laser der Regen­bo­gen­haut) kann eine dau­er­haf­te Ver­schlech­te­rung abge­mil­dert werden.

Im Fal­le der Nicht­er­reich­bar­keit des Arz­tes oder bei zuneh­men­den Schmer­zen / aku­ter oder zuneh­men­der Seh­ver­schlech­te­rung nach kürz­lich durch­ge­führ­ter Augenoperation:

Not­fall­l­pra­xen der KV Hamburg:
Stre­se­mann­str. 54
22769 Hamburg

Ber­ner Heer­weg 124
22159 Hamburg

Öff­nungs­zei­ten jeweils:
Mon­tag, Diens­tag, Don­ners­tag, Frei­tag 19 - 24 Uhr
Mitt­woch 13 - 24 Uhr
Sams­tag, Sonn­tag, Fei­er­tag 7 - 24 Uhr

Kran­ken­häu­ser mit 24-stün­dig besetz­ter Augenabteilung:
UKE Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum Eppendorf
Mar­ti­nis­tr. 52
20246 Hamburg
Tel: 040 - 7410-0

Askle­pi­os-Kli­nik Nord Heidberg
Tangs­ted­ter Land­str. 400
22417 Hamburg
Tel: 040 - 181887-0

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